Der Mensch Und Die Wirkung Seiner Seele

INHALT

Einleitung

1. Teil:  Die Evolution der Seele

1.1 Wie die Schöpfung entstanden sein könnte

1.2 Das Erwachen der Schöpfung

1.3 Die geistige Evolution

1.4 Die Entwicklung der Selbstreflexion:

1.5 Wie hatten sich die Bilder in Seelen verwandelt?

2. Teil:  DIE SEELEN

2.1 Die Prägung ihres Geistes und ihrer Wahrnehmung

2.2 Individuelle und kollektive Wahrnehmungsebenen der Seelen

2.3 Die Empfindungsebene

2.4 Die Gefühlsebene

2.5 Die Mentalebene

3. Teil:  DIE ADAMEBENE

3.1. Die individuation und Sozialisation der Seelen

 Wie sich die Urprinzipien beim Menschen zeigen

4. TEIL:  DIE ERDE MIT DER EVOLUTION DER MENSCHEN

5. TEIL:  UNSERE SEELE

5.1  Die Wahrnehmungsebenen unserer Seele

5.2 In der Seele kann man drei Bewusstseinsebenen unterscheiden.

5.3 Das Höhere SELBST

5.4 Unsere Evolutionsebene

5.4.1  Die Evolutionsebene mit ihren Motivationen, Antrieben und Prägungen

5.4.2 Unsere Antriebe

5.4.3 Die Prägungen

5.4.4 Der freie Wille und unsere Prägungen

5.5 Unsere Persönlichkeitsebene

5.5.1 Unser Gewissen in der Persönlichkeit

5.5.2 Glaubenssätze, Selbstkonzepte

5.6 Unser ICH

5.6.1 Unsere Wahrnehmung

5.6.2 Der innere Radar unserer Wahrnehmung

5.6.3 Traumata verändern den Radar unserer Wahrnehmung

5.6.4 Der Beobachter des ICHs

5.6.5 Unser ich ist eine Beziehung

5.6.6 Gedächtnis

5.6.7 Wie kann man eine Prägung ausdrücken?

5.6.8 Das ICH mit seinen inneren Impulsen und Widerständen

5.6.9 Unser Denken

5.6.10 Veränderung braucht Energie

5.6.11 In unserer Seele kann ich folgende Kräfte unterschieden

5.6.12 Mit Impulskontrolle kann man sich verändern

5.6.13 Die innere Beziehung zu unserer Seele und zu uns selbst

 5.6.14 Das EGO im ICH

 5.6.15 Schutz-, Abwehr- und Angriffsverhalten des EGO

 5.6.16 Die Maske des ICHs

 5.6.17 Alkohol

 5.6.18 Nicht die Angst sondern das Leben bewegt uns

 5.6.19 EGO, ICH und Vergebung

 5.6.20  Beschämung und Rache

 5.6.21 Wie könnte Heilung aussehen?

 5.6.22 Wie erkennt man tiefe Heilungsprozesse?

5.6.23 Was ist das Schwierige an Verletzungen?

5.6.24 Die Verschmelzung des Egos und ICHs mit unserer Seele

5.6.25 Wie kam ich auf dieses Seelen-, Geist- und Körpermodel?

5.6.26 Wie lenke ich meine Energien?

5.7 Chakren

5.7.1 Was bringt uns Energie?

5.7.2 Fehlende Seelenanteile und Energiemangel können sich durch folgende Symptome ausdrücken: 

5.7.3 Wann gehen die Seelen auf Wanderschaft?

5.7.4 Wie kann man Seelenanteile zurückrufen?

5.7.5 Beachtet man über eine lange Zeit die Symptome des Stresses nicht, entsteht eine Stresswelle:

5.7.6 Wie kann man mit den Chakren arbeiten?

5.7.7 Wie Sie Schmerzen teilweise auflösen können?

5.7.8 Welche physische Schmerzen lassen sich auflösen?

5.7.9 Wieso kann die Methode der Lichtatmung Schmerzen lindern?

5.7.10 können auch ganze Erinnerungskomplexe behandelt werden?

5.7.11 Unsere Wahrnehmung im Aurafeld

5.8  DER KÖRPER

Zusammenfassung mit Aspekten der Liebe

Literaturnachweise

 

 

5.6.2  Der innere Radar unserer Wahrnehmung

Da wir vom Leben, seiner Liebe und Schönheit erschaffen wurden, die durch uns in den Gemeinschaften wirken, sind wir auch auf das Leben hin ausgerichtet.

● Wenn wir aufs Leben ausgerichtet sind, ist unsere Wahrnehmung auf die Liebe, Schönheit und die Mitmenschen hin ausgerichtet, mit denen wir uns glücklich erfahren.

● Wenden wir uns aber vom Leben ab, werden die Motivationen unseres Wahrnehmungsradar ins Gegenteil verdreht. Misstrauisch, neidisch und frustriert, sehen wir in den Mitmenschen oft nur Widersacher. Weil der Rader unserer Wahrnehmung und unser selektives Bewusstsein auf das Negative ausgerichtet sind, finden wir uns auch immer wieder in Konflikten, destruktiven Beziehungen und Situationen wieder. Dadurch bestätigen wir uns unsere negativen Erwartungshaltungen und Gedanken. Wir glauben, dass die Menschen schlecht sind. So haben wir uns vom Leben und den Gemeinschaften abgewendet und uns in unser Inneres zurückgezogen. Misstrauisch und ängstlich verschließen wir uns den anderen.

5.6.3 Traumata verändern den Radar unserer Wahrnehmung

Gewalt-, Missbrauchserfahrungen, Katastrophen, Kriege und Unfälle erzeugen in uns unermessliches Leid, Erschrecken und eine Erstarrung. Erstarrt fühlen wir uns machtlos ausgeliefert. Obwohl wir uns versuchten zu wehren, erlagen wir. Gefühle von Wut, Leid, Selbstzweifel und Ausgeliefert sein, lähmen uns noch lange Zeiten danach. Von Selbstvorwürfen gequält, zweifeln wir an uns. Wir werden von ihnen überwältigt. Wie ein Strudel ziehen sie unser ICH in eine dunkle, grausame Tiefe. Verwirrt nehmen viele die Schuld auf sich: Wenn ich das nicht gemacht hätte…, nicht ja gesagt hätte oder mitgegangen wäre…, dann wäre es vielleicht nicht passiert? Diese Gedanken und Gefühle fangen an, um das grausam Erlebte herum zu kreisen. Um uns herum nimmt das Leben aber seinen Lauf. Niemand scheint sich dafür zu interessieren. Arbeit und Familie rufen. Wir müssen funktionieren. Verwirrt, zwischen Schmerz, Wut und Selbstanklage hin und her gerissen, müssen wir tatsächlich funktionieren. Nach Tagen der Dunkelheit stellen wir uns tief verunsichert wieder dem Alltag. Wie? Viele spalten das Erlebte und Erstarrte ab, indem sie innerlich auf Distanz gehen. Sie fangen an es zu bagatellisieren. Nach und nach verdrängen sie es ins Unterbewusstsein, das sie von den grausamen Gefühlen schützt. Was passiert aber?

● Das Trauma wird zu einem erstarrten, isolierten Persönlichkeitsanteil, indem auch das Lebendige, Kreative und die Überlebens- und Schutzhaltungen eingeschlossen sind.

● Ins Unterbewusstsein verdrängt und verdeckt, entsteht darüber eine Leere. Man nimmt das Innere und Äußere wie durch ein Glashaus wahr. Wieso? Durch die Erstarrung des Schocks blockiert, können die Lebens-, Liebes- und Energieflüsse des Persönlichkeitsanteils nicht mehr richtig fliesen. Geschwächt, kann man sich mit den Mitmenschen nicht mehr richtig verbinden. Viel Vertrauen ist zerstört worden. Es entsteht eine innerliche Distanz, ein Glashaus, besonders wenn man sich mit fröhlichen Menschen vergleicht. Man fühlt sich minderwertig und eingeschlossen. …

……………

5.6.17  Alkohol

Ich glaube heute, dass es einer starken Erregung bedarf, die unsere Gefühle von Wut, Trauer und Frustrationen in impulsive Spannungen verwandelt. Wie? Indem sie von unseren Überlebenstrieben der Evolution erregt werden und wir unsere Gefühle beobachten. Durch das innere Beobachten verstärken wir ihre Spannungen, wodurch reflexartige Handlungs-, Gedanken- und Gefühlskreisläufe aktiviert werden. Von innen her erwecken sie unsere Stress-, Schutz-, Abwehr- und Suchtverhalten. Einmal aktiviert, können sie mit ihren Trieben eine gute Absicht innert Sekunden umdrehen: Ein Mann will nie mehr trinken. Er ist davon überzeugt. Zugleich nagt in seinem Inneren ein ungelöster Streit, für den er sich morgen früh rechtfertigen muss. Er startet sein Auto und will losfahren. Plötzlich knallt es. Ein Wagen rammt ihn von rechts. Völlig überrumpelt, wird er vom Fahrer beschimpft. Zu seinem Glück ist ein Polizist da, der ihm hilft. Später wartet er noch immer erregt auf den Bus, der Verspätung hat. Auf der anderen Straßenseite sieht er seine Stammkneipe. Ein Kaffee wird gehen, sagt er sich. Als er wie gewohnt in seiner Ecke Platz nimmt, riecht er den ihm bekannten, abgestandenen Zigaretten- und Biergeruch. Er fühlt sich zu Hause. Gegen Mitternacht taumelt er besoffen heraus. Rückfall!

Da ich selbst Alkoholiker bin, werde ich nun in der Wir-Form, aus den Augen der Süchtigen schreiben. Wobei ich auch sagen muss, dass es den Süchtigen nicht gibt. Alle haben ihre eigenen Geschichten und Motive. Darum werde ich nur einige wichtige Punkte beschreiben: Als Süchtige suchen wir das Lebendige. Wir wollen immer mehr, Intensiveres und stürzen dabei ins Dunkle. Von der Sehnsucht nach Intensivem, Lebendigem und Verschmelzendem angetrieben, vergessen wir das Normale und Sanfte. Mit Hilfe des Extremen wollen wir Grenzen überschreiten, die uns beengen. Wie Ikarus der zur Sonne flog und das schmelzende Wachs seiner Flügel vergaß. Nach und nach beginnen wir aber die Grenzen des Normalen, der Ordnung und des Lebendigen zu verachten. In Drogen, Extremen und Psychosen suchen wir grenzenlose, verschmolzene Zustände und Qualitäten, in denen wir – von uns befreit, schweben wollen. Durch die Drogen plötzlich die Klänge und Räume fühlend, erschöpfen wir unsere Hormondrüsen und verschließen unsere geistigen Türen. Am nächsten Morgen kotzen wir. Erschöpft schleppen wir uns durch den Alltag. Die nächsten Tage erscheinen uns unsicher und leer. Wo aber sind diese gewaltigen Eindrücke geblieben? Das Normale befriedigt uns plötzlich nicht mehr. Unsere Hormondrüsen sind erschöpft. So irren wir – den Kick suchend, unbefriedigt und gierig umher. Sehnsüchtig warten wir auf das Wochenende, auf Partys und den Rausch. 10h Stunden tanzen bis zur Erschöpfung – um dahinter endlich Stille und Fließen zu finden. Im Drogenrausch verschwimmen unsere Grenzen und Gefühle mit den Klängen, Farben und Räumen. Für Momente sind wir von eigenen Zwängen und Hemmungen befreit. Doch die Tage danach werden immer leerer. Alles erscheint uns öde und dumpf. Unruhig angetrieben, wankelmütig, können wir uns nicht mehr konzentrieren. Drogengedanken und nasse Gefühle verbinden sich zu Kreisläufen, die zu Gewohnheiten und im Kleinhirn zu Reflexen werden. Unsere reflexartigen Gewohnheiten beginnen uns zu denken und fühlen. Sie treiben die Jugendlichen in die Sucht. Sie wollten ja nie süchtig werden. Tatsächlich suchten sie Freiheit, doch sie finden sich einsam, im selbstgebauten Gefängnis ihrer Sucht wieder. Doch bis dahin suchten wir Spaß, neues Erleben und Stress. Stress ist für uns wichtig, weil wir uns durch ihn belohnen dürfen, indem wir Drogen nehmen oder trinken. Wir suchen den Kick, auflösende, erweiternde und verschmelzende Zustände, die uns wärmen. Unsere Nerven nehmen dabei schaden. Sie werden von den Drogen langsam verbrannt. Unsere Toleranz nimmt ab. Wir werden immer genervter, können uns nicht mehr aushalten und entfliehen. Unsere Interessen nehmen ab. Wir suchen den uns verschmelzenden Kick im Kopf, den wir in Gefühlen und Orgiastischem finden wollen. Von unseren Begierden geblendet, irren wir in einem immer dunkler und enger werdenden Tunnel umher. Inzwischen hat sich auch der Radar unserer Wahrnehmung vom Leben abgewandt und sich dem Todestrieb verschrieben………………………..



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