Seele-,Geist- und Körpermodel

EIN MODELL VON GEIST, SEELE, PERSÖNLICHKEIT, ICH UND KÖRPER

Ich gehe davon aus, dass unsere Seele individualisiertes Bewusstsein und Geist, individualisiertes Licht und Wesen von Gott in der Schöpfung ist. Wenn ich von Gott schreibe meine ich Folgendes:

● Gott, so wie ihn jeder für sich selbst als höhere Macht versteht.

● Gott ist keine Person

● Gott ist nicht an eine Religion gebunden

● In jeder Religion werden einige seiner Teilqualitäten und Teilattribute durch Inkarnationen, durch Propheten und Christus anders benannt, darum sind sie von der Sprache begrenzt, menschlich und unvollständig, weil sie nur Teilaspekte seiner Schöpfung beschreiben.

● Gott ist nicht beschreibbar, das Mysterium, doch ist er für mich eine Intelligenz. Er erschafft sich als Liebe in seinem manifestationslosen Geist, in seinem Bewusstsein und Licht. Er trägt die Erfahrungen aller seiner Schöpfungen in sich, existiert symbiotisch und individualisiert als verbindender Geist in den Seelen und im Bewusstsein aller Geschöpfe.

● Gott mit seinen Erfahrungen, seinem Licht, Bewusstsein, Geist und Wesen ist für mich neutral, ausgleichend, nährend, dienend, liebend und nicht strafend. Er durchdringt uns und verbindet uns in ihm.

 

Die Beziehung zwischen Gott, der Seele, dem Menschen und einer Religion würde ich so beschreiben:

Religionen sind für mich Wege in die Schöpfung und zu Gott, die sich gemeinsam dienen, ihre Erfahrungen und ihr Wissen teilen sollten. Würden sie dienend voneinander lernen, wäre eines der größten Gewaltpotentiale auf der Welt aufgelöst. Die Religionen spiegeln die Vielfalt in der Einheit und sind deshalb begrenzt, unvollständig, fehlerhaft – weil menschlich, gleichwertig und dienend. Die Religionen sind wie Häuser, die Einheit umgibt sie und erschafft sie durch die Seelen der Menschen. Religionen sind von der Seelen-, Geist- und Körperstruktur des Menschen abhängig, der Mensch aber nicht von ihnen. Ohne unsere seelische Struktur und Organisation könnten wir keine religiös-transzendenten Gefühle, Ahnungen und Visionen haben – es gäbe keine Religionen. Sie ist uns gegeben und verbindet uns durch die Seele direkt mit Gott. Die Seele, ihr Geist, ist die göttliche Natur jedes Geschöpfes und das Verbindende zu Gott.

Die Schöpfung im Wesen Gottes, sie teilten sich mit ihrem gemeinsamen Licht, Geist und Bewusstsein in uns Seelen auf. Wir Menschen erleben uns in seinem Bewusstsein, Geist und Licht durch unsere Seele individualisiert und durch unseren Körper personifiziert. Gleichzeitig sind wir in der Einheit, in ihrer Ewigkeit, ein gemeinsamer  Schöpfungsgeist, der uns durchdringt. Er teilte sich selbst in die Vielfalt seiner Seelen auf. Mit seinem Licht durchdringt und verbindet er seine Sphären, Ebenen, Räume und unser Inneres. Wir Menschen erleben uns in ihm als eigenständig und erschaffen in einem symbiotischen Zustand mit der Schöpfung, die uns mit ihren Erfahrungen von innen her bewegt. Wir sind Teile der Schöpfungsvielfalt und erschaffen in der Einheit neue Vielfalt. Durch unseren Körper, durch unsere Gedanken und Gefühle individualisieren wir die Schöpfungserfahrungen. Sie sind uns gegeben und wir erschaffen mit ihnen.

Wie kann ich aber unsere Symbiose mit der Schöpfung, die  Wechselwirkungen in unserer Seele und zwischen uns Menschen beschreiben?

Wie könnte sich die Schöpfung mit der Seele gemeinsam entwickelt haben?

Wie wirken sie gemeinsam, in jedem Augenblick symbiotisch, in unserem Inneren zusammen?

Diesen Fragen möchte ich in diesem Buch nachgehen. Darum werde ich die bisherigen Eindrücke des Menschen in ein unvollständiges Seelen-Geist-Körper Modell gliedern und unsere Seele aus drei Sichtwinkeln beleuchten:

 

● Die Seele in Bezug zur Schöpfung

● Die Schöpfung in der Seele 

● Die Seele mit ihren Anteilen in unserem täglichen Bewusstsein

 

Ich werde spiralartig kreisend aus dem Schöpfungsbewusstsein in die inneren Geistebenen unserer Seele vordringen und durch die Persönlichkeit, durch das ICH hindurch zum Körper aufsteigen. Ich werde zeigen, wie die Erfahrungen der Seelen in den Gemeinschaften und in unserem täglichen Miteinander wirken.

Was werde ich beschreibe:

 1. Teil: Die Seele in Bezug zur Schöpfung

● Ein kurzer Schöpfungsüberblick: Wie das Absolute Wesen der Einheit sich selbst durch die Seelen  hindurch als Vielfalt erschaffen könnte.

● Die Entstehung der Seelen.

● Göttliche Prinzipien: Wie könnte sich das Göttliche in unseren täglichen Phänomenen zeigen?

● Als Überblick und Einführung werde ich drei Bewusstseinsebenen der Schöpfung beschreiben. Ich werde zeigen, wie sie sich durch ihre Ebenen, durch unsere Seele hindurch, in unserem alltäglichen Bewusstsein ausdrücken und wirken.

 

2. Teil: Die Schöpfung in der Seele

● Wie wirkt der Schöpfungsgeist in der einzelnen Seele und in der Beziehung zu anderen Seelen.

 

 

3. Teil: Die Seele mit ihren Anteilen und Ebenen in unserem täglichen Bewusstsein.

● Die Seele

● Den Geist mit und seinen kollektiven Ebenen in der Seele.

● Das Höhere Selbst

● Die Evolutionsebene in der Seele.

● Die WIR und ICH-Kräfte

● Die Persönlichkeitsebene.

● Das ICH

● Die Maske des ICHs, seine Anpassung und die Überdeckung von Verletzungen

● Das Ego, seine Abwehr- und Schutzhaltungen

● Transformation von ICH und EGO

● Die geistigen und physischen Antriebssysteme

● Den kollektiven Kreislauf der Liebe in der Gesellschaft

● Den Körper

● Kurze Gedanken zur Kulturentstehung

……….

Ich gehe davon aus, dass die Schöpfung aus ihrem Bewusstsein, Geist und Licht bestand. Diese drei Elemente bildeten gemeinsam eine Einheit als Liebe. Sie reagierten nun mit ihren Erfahrungen aufeinander und erschufen Wahrnehmung. Es war die Liebe, die sich selbst durch sie erschuf und sich als Licht selbst erkannte. Sie gab sich als göttliches Wesen hin und erkannte sich als Licht spiegelnd in ihrem Geist und Bewusstsein wieder. So erkannte Gott sich selbst – unsichtbar vom Kleid seiner Liebe  umhüllt, im Geist seiner Schöpfung als künftige Vielfalt.

Die Schöpfung ist für mich ein intelligentes, liebendes, sich selbst wahrnehmendes und erschaffendes ewiges Wesen in Gott. Gott ist nicht vorstellbar. Er ist das Unsichtbare, das Verbindende und Leben schenkende in allem und um alles herum. Durch seine Liebe, durch seinen Geist, im Licht seines Bewusstseins, durchdringt und verbindet er die Vielfalt und seine Geschöpfe. Seine Geschöpfe werden diese Verbindung aber in der Zukunft vergessen. Sie wird in ihrem Inneren, im Unbewussten ihrer Seelen schlummern. Die Geschöpfe und Menschen werden ihre Seelen vergessen, sich ihrer seelischen Wirklichkeit kaum mehr bewusst sein.

Das Bewusstsein der Schöpfung lässt uns Geschöpfe in ihr wahrnehmen. Ihr verdichteter Geist wird in den Seelen zur Leinwand, um uns unsere Erfahrungen in Form von Bildern zu spiegeln. Ich denke an eine rote Rose: Sofort spiegelt sie sich in meiner Seele auf der inneren Leinwand des Geistes. Mit meinem inneren Auge kann ich nun eine Rose sehen oder erahnen. Ich kann die Idee von ihr wahrnehmen und sie mit Worten beschreiben.

Wie ist das möglich?

Wie kann ich das in meiner alltäglichen Wahrnehmung erkennen? Durch das Licht im Geist der Seele erkenne ich die innere Projektion. Mein ICH ist die innere Kamera. Es bündelt, verdichtet durch Aufmerksamkeit und Konzentration den Geist und das Licht – wie am Schöpfungsanfang. Durch die Verdichtung bekommen die Erfahrungen im Gedanken Substanz. Sie werden nun auf die Leinwand des Geistes projiziert und dort in Bilder verwandelt. Unser Gehirn erschafft nur Koordinatennetze, die es mit visuellen Eindrücken von ähnlichen Erinnerungen verknüpft. Diese werden durch das innere geistige Licht der Seele auf die Leinwand des Geistes projiziert und für uns Menschen wahrnehmbar. So wird der Gedanke als Rose darauf sichtbar und durch mein inneres Auge erkennbar………

 

 

……...3.8 DIE PERSÖNLICHKEITSEBENE IN DER SEELE

 

Im Gegensatz zum Geist, seiner WIR Motivation, ist die Persönlichkeit durch ICH-Motivationen geprägt. In ihr sind die Erinnerungen und Erziehungserfahrungen der Familie, unsere Selbstkonzepte und Glaubenssätze gespeichert, sowie die Erfahrungen der Kindheit und der Jugendzeit.

3.8.1 Die Persönlichkeitsanteile und der Charakter

Die Persönlichkeitsanteile bezeichne ich als Ordner, um sie dann in Unterordnern zu differenzieren. Gemeinsam machen sie die Persönlichkeit aus.

Diese Ordner, also Persönlichkeitsanteile, entsprechen einzelnen Erfahrungsthemen der Gesamtpersönlichkeit. So entspricht ein Ordner zum Beispiel der Erfahrung Familie, der wieder aus Unterordnern Vater und Mutter besteht. Dieser Familienordner speichert in der Persönlichkeit die Familienerfahrungen des Menschen. Sie werden durch Assoziationsketten in die tieferen geistigen Ebenen vervielfältigt, um sie dort z.B. im Ahnenordner zu speichern. So entspricht ein Ordner einem Persönlichkeitsanteil, der mit seinen inneren Vorstellungen aus verschiedenen Ebenen und Unterordnern besteht. Die Ordner sind durch Assoziationsketten  in den verschiedenen Ebenen der Seele vernetzt….…

 

 

….3.9.9 Die Angst als Antrieb des EGOs

Viele Psychologen wie Dr. Riehmann glauben Angst sei der Antrieb unseres Lebens. Sie wollen sich diesen Gedanken mit Erklärungsmodellen beweisen, um uns diese Idee mit ihnen zu beweisen. Diese Verallgemeinerung ist für mich falsch. Wieso?

Wir können Angst nur durch einen Vergleichszustand empfinden und fühlen. Wir vergleichen den Angstzustand mit einem tiefer liegenden seelischen Zustand des Friedens und des Glücks in uns. Der Vergleich dieser Zustände lässt uns erschrecken:

● Fühlen wir uns glücklich, sind wir wach, offen, frei und  entspannt.

● Im Zustand der Angst, sind wir erregt und angetrieben, unser Bewusstsein ist eingeengt. Wir sind auf etwas fixiert, dadurch daran gebunden. Wir können nicht mehr klar denken. Das erschreckt uns.

 

Angst und Krankheit entsprechen nicht unseren künstlichen Gesellschaftsmodellen von Gesundheit, Schönheit und Erfolg. Oft verwechseln wir uns im Inneren mit ihnen, die wir unbewusst übernommen haben. Wir verwechseln uns mit daraus erwachsenden inneren  Anspruchshaltungen.

Wir empfinden Angst und Scham oft als Makel. Sie sind uns unangenehm und nicht mit unseren oft viel zu hohen Ansprüchen an uns selbst vereinbar. So erkennen wir nicht, dass unsere eigenen Erklärungen, unsere zu hohen Ansprüche, die Gründe unserer Angst sind. Mit ihnen erzeugen oder verstärken wir Angst. Wir empfinden sie dann als innere Minderwertigkeitsgefühle, für die wir uns schämen. So bilden wir Vorurteile, um mit ihnen unsere Erklärungsmodelle zu begründen. So verdrängen wir mit ihnen auch unsere eigene Ohnmacht. So brauchen wir dann die Ausländer, Politiker, das Andere, den Chef, die Arbeit, die bösen Abzocker, die Fehler des Partners und der Eltern, um uns unsere zu vereinfachten Erklärungsmodelle zu begründen. Mit der Hilfe von solchen Schablonen sind, flüchten wir vor unserer Angst und Ohnmacht. Wir versuchen sie durch eine Rationalisierung zu besänftigen. Doch was ist Angst?…………..

 

 

……...Wie ich in der Maske des ICHS beschrieben habe, können in der Tiefe dahinter auch Verletzungen verborgen sein. Sie gilt es ernst zu nehmen. Machen wir uns aber von Verletzungen der Kindheit abhängig, von Traumas, dann reduzieren wir die damaligen Beziehungen auf nur wenige Punkte. Wir blähen die Vorstellungen  unserer Verletzungen unbewusst auf und halten sie so am Leben. Es passiert genau das, was ich bei Angstzuständen beschrieben habe:

Wir kreisen mit unserer Aufmerksamkeit um sie, bestätigen sie damit, binden uns an sie und verstärken sie damit…...

Oft nehmen wir uns mit ihnen ungewollt das Recht heraus, Menschen zu verletzen, so wie wir selbst verletzt wurden. Manchmal merken wir es gar nicht, wollen es auch nicht. Mit den Verletzungen, mit unseren Erklärungsmodellen der Angst, legitimieren wir ohnmächtig unser eigenes Fehlverhalten. Dadurch klammern wir viele Erinnerungen aus, die uns Kraft und Fähigkeiten gaben. Wir verfallen in eine negative Einseitigkeit, die auch unser Immunsystem, unsere ganze Lebensqualität schwächt. Diese Reduktionen und Fixierungen werden so zum Spiegel, zum inneren Radar unseres Beziehungsnetzes. Wir treffen immer wieder Menschen, die uns einfach nicht gut tun. So ist es wichtig unsere, uns gegebene Schönheit, Kraft und Vielfalt wieder zu bezeugen und zu integrieren. Wir dürfen sie mit unseren verletzten Anteilen teilen, sie in ihnen bezeugen. Durch sie hatten wir früher Schönheit in der Vielfalt erlebt. Es sind Kräfte, Potentiale und Sichtwinkel, die uns heute fehlen und zugleich unsere Fixierung ans Negative auflösen können. Durch unsere Verdrängungen trennen wir uns aber von ihnen. Doch Achtung:

Viele nutzen auch den Weg der Schönheit, um Verletzungen zu verdrängen. Sie flüchten sich in eine künstliche Welt der Schönheit und Problemlosigkeit. Das ist natürlich nicht der Sinn der Sache.

Es geht um eine volle Akzeptanz all unserer Seelenteile. Sie sind unsere Vielfalt und unser Potential. Gerade die Teile in uns, die uns nicht gefallen sind wichtig, mit ihnen sollen wir uns aussöhnen. Die Kunst ist, uns nicht von ihnen, nicht von ihren Verletzungen abhängig zu machen. Sie alle sind gleichwertig kraftvoll wirkende Kraftquellen in uns. Wir können sie zu unserem Besten und zum Besten aller, frei und uns zum Glücke einsetzen. So sind es oft negative Erlebnisse, die positive Kräfte und Fähigkeiten in uns provozieren. Das Entscheidende ist unsere Beziehung zu ihnen, die Beziehung zu unseren inneren Vorstellungen. Es liegt an uns, wie wir sie bewerten - uns selbst durch sie bewerten. Durch unsere Beurteilungen oder Verurteilungen werden sie in ihren Wirkungen erst negativ oder positiv. Darin liegt unsere Meisterschaft verborgen.



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