Evolution der Seele

LESEPROBE:

1. TEIL GOTT ERWACHT

Nachdem Gott sich einst in seiner vorangegangenen Schöpfung verwirklicht hatte und sich alle Körper, Seelen und Bilder in seinem Geist aufgelöst hatten, zu formlosen Erfahrungen wurden, ruhte er. Er „schlief“, so wie er es nach jeder Schöpfung tat. Doch nun erwachte Gott wieder, mit seinem unsichtbaren Licht, Geist und Bewusstsein. Es herrschte Stille und Frieden. Alles schien „leer“ zu sein. Mit Gott erwachten auch seine formlosen Erfahrungen der vorangegangenen Schöpfung. Obwohl sie sich kaum selbst bewusst waren, erschraken sie, weil sie sich ohne Körper nicht mehr erkennen konnten. Ohne Körper hatten sie im Einheitsgeist keinen Ausdruck und keine Wirkung.  Da aber der Einheitsgeist, mit seinem Bewusstsein, Licht und seiner Liebe durch seine Erfahrungen hindurch wirkte, verdichtete er sich durch ihr Erschrecken. So verdichteten sich in den Erfahrungen auch ihre intuitiven Ahnungen der vorangegangenen Schöpfung, die in ihnen nun Sehnsüchte nach Ausdruck und Wirkung erzeugten. Zugleich erwachten in ihm damals auch die ersten Urprinzipien, mit denen Gott bald seine nächste Schöpfung erschaffen wird.

 

1.1: WIE DIE URPINZIPIEN DIE SCHÖPFUNG ERSCHUFEN

Was interessiert mich an den Urprinzipien? Ich wollte wissen, wie sie sich einst in verschiedenen Schöpfungsebenen und heute in uns Menschen zeigen. Darum werde ich beim Beschreiben der Urprinzipien zwischen dem Schöpfungsaufbau und den zukünftigen Menschen hin und her springen.  

 

Damals waren mit den formlosen Erfahrungen der vorangegangenen Schöpfung auch die ersten Urprinzipien erwacht:

 

  1. URPRINZIP: DAS SCHÖPFERISCHE URPINZIP

Das schöpferische, sich in allem selbst erschaffende Prinzip des Einheitsgeistes, wird  sich mit seinem Licht, Bewusstsein und den formlosen Erfahrungen in den zukünftigen Bildern, Seelen, Geschöpfen und Menschen wieder Form, Ausdruck und Wirkung geben. So werden die Geschöpfe sich in ihrem Inneren, in der sich in ihnen und allen selbst erschaffenden Kraft, selbst wieder erkennen und mit ihr wirken. Von ihr bewegt, werden sie sich bewegen und mit ihrer Kraft erschaffen.

 

Der aktive Einheitsgeist:

Im sich selbst erschaffenden Einheitsgeist sind alle zukünftigen Erfahrungen der Schöpfung formlos enthalten, die er in seinem Bewusstsein verarbeiten und im Licht transportieren wird. Mit der Hilfe seines Lichtes werden die Bilder, Seelen und Geschöpfe auf seiner Leinwand künftig sichtbar werden. Sie werden seinen formlosen Erfahrungen Ausdruck und Wirkung geben. Sein Schöpferisches, sich in allem selbst Erschaffendes, wird die Seelen von innen her dazu drängen, sich zu individualisieren und sich selbst zu erschaffen. In ihrem Inneren werden sie diese Schöpferkraft als ihre eigene Kraft erkennen und von ihr bewegt, selbst wirken, um mit ihr Vielfalt zu erschaffen.

Das passive Einheitsbewusstsein:

Die künftigen Engel, Seelen und Menschen werden sich im Einheitsbewusstsein wahrnehmen, in dem Reaktionen, Aktionen, Interaktionen und Kommunikation erst möglich werden.

Das Einheitslicht

Im Einheitslicht wird auf der Leinwand des Geistes alles sichtbar, wahrnehmbar und erkennbar werden. Das Licht wird die zukünftigen Seelen, Geschöpfe und Menschen mit wirkenden Erfahrungs- und Bewusstseinsprozessen nähren, um sie zu entwickeln und zu bewegen. Im Erfahrungsaustauch wird es ihre Farben, Klänge und Bilder, Gedanken, Gefühle und Informationen transportieren.

Einheitsgeist, Licht und Einheitsbewusstsein sind in der Liebe vereint:

Die Liebe Gottes - mit seinem Geist, Licht und Bewusstsein, wird als Einheit alles ausgleichen, verbinden und zu Gott hin öffnen. Gemeinsam werden sie sich in den zukünftigen Sphären, Räumen, Seelen und Geschöpfen aufteilen, um sich in ihnen zu individualisieren. Durch sie wird Gott sich als Vielfalt selbst erschaffen. Ewigkeit und Räume, Einheit und Vielfalt, werden Manifestationen seiner Vielfalt sein. Da aber Gott, mit seiner Liebe, seinem Geist, Licht und Bewusstsein alles durchdringt und in sich vereinigt, wird er sich auch in Allem erleben können. Da die künftigen Erfahrungen, Bilder und Seelen aber alle aufeinander reagieren werden und sich in ihm verdichten, werden sie sich gegenseitig aufladen. Durch ihre Aufladung werden die Bildern und Seelen auch Spannungen, Ausdruck und Wirkungen erhalten. Durch sie wird Gott die Konsequenzen seiner Handlungen erleben.

Die geistige Evolution

Mit dem schöpferischen, sich in allem selbst erschaffenden Schöpfungsgeist war auch die geistige Evolution erwacht, die einst von den nach Form, Ausdruck und Wirkung drängenden Erfahrungen angetrieben wurde. Von den  Erfahrungen der vorangegangenen Schöpfung und dem Schöpfungsgeist mit Impulsen gedrängt, reagierten damals die formlosen, sich noch kaum selbst bewussten Erfahrungen. Gemeinsam mit den Urprinzipien werden sie eine neue Schöpfung erschaffen, in der die geistige Evolution die Erfahrungen der Seelen und Geschöpfe speichern und verarbeiten wird. So wird die geistige Evolution in der Zukunft Folgendes erschaffen:

Darum werden die Seelen, Geschöpfe und Menschen nicht nur für sich selbst Erfahrungen machen, sondern sie zugleich für alle machen, so dass sie in der geistigen Evolution allen zur Verfügung stehen werden. Diese in der Evolution gespeicherten Erfahrungen werden der Entwicklung, dem Überleben  und dem artübergreifenden, sozialen Grundverhalten aller Geschöpfe dienen.

1.2 Urprinzip: Einheit und Vielfalt

Das Urprinzip Einheit/Vielfalt wird die Grundlage für alles Zukünftige sein. Gott selbst wird sich als Vielfalt durch seine künftige Schöpfung ausdrücken. Darum wird alles Sichtbare Teil seiner Einheit und Vielfalt sein. Alle Seelen, Körper und Gegenstände werden spiegelartige Einheiten sein, die aus der Vielfalt ihrer Teile bestehen. So werden ihre Teile ebenfalls Einheiten sein, die in ihrem Inneren aus ganz unterschiedlichen Formen, Funktionen und übereinanderliegenden Ebenen bestehen. Auch der künftige Mensch wird eine Einheit sein, die aus vielfältigen Zellen, Bakterien, Gedanken und Vorstellungen bestehen wird. So wird sich alles im Urprinzip Einheit/Vielfalt wiederspiegeln, das sich in allem ausdrücken wird. Man wird die Seelen, Geschöpfe, Menschen und Objekte, aber nur durch die Räume der Ewigkeit und den Einheitsgeist erkennen können. Darum wird die Ewigkeit alle Schöpfungsebenen, Räume, Seelen und Geschöpfe durchdringen, sich in sie aufteilen, um sich in ihnen zu individualisieren. Damals hatte Gott aber nur solche Erfahrungen erweckt, die für den Aufbau seiner neuen Schöpfung von Nutzen waren. Von den Impulsen des Einheitsgeistes erweckt, erschraken wir Erfahrungen. Verwirrt konnten wir uns nicht wahrnehmen, obwohl wir wussten, dass wir existieren. So erwachte damals auch ein weiteres Hauptprinzip:

Im Gottes Einheitsbewusstsein verbunden, erschraken wir ohne Körper. Dadurch verdichtete sich auch der Einheitsgeist mit seinem Selbsterschaffungstrieb, der unsere Potenziale bewegte und durch sie auf sich selbst zurückwirkte. Er erzeugte in uns Unruhe und diffuse Sehnsüchte nach Formen, durch die er sich wieder Ausdruck und Wirkung geben wollte. Dadurch erwachte auch das nächste Urprinzip:
Urprinzip: Aufmerksamkeit und Konzentration Da alle auf alle reagierten, erwachte unsere Aufmerksamkeit. Mit der Frage, ob wir existierten oder nicht, begannen wir uns aufeinander zu konzentrieren und verdichteten uns dabei. Mit Hilfe unserer Aufmerksamkeit und Konzentration verdichteten wir auch den uns alle durchdringenden Einheitsgeist, mit seinem Bewusstsein und unsichtbaren Licht.


Urprinzip: Die spiegelnde Leinwand des Geistes

Der sich verdichtende Geist wurde nun zu einer spiegelnden Leinwand, auf der sich das Licht der werdenden Schöpfung spiegeln wird und die Erfahrungen sich in ihm erkennen werden.

Urprinzip: Das Erkennen

Das Erkennen begann damals mit dem Erahnen, dass wir existierten, da wir uns formlos nicht erkannten.
In der fernen Zukunft auf der Erde wird es den Menschen möglich sein, sich durch ihre Selbstreflexion in ihren Gedanken, Gefühlen, Ideen und ihrem Körper selbst zu erkennen. Ein Mann wird an eine Rose denken, die in ihm Erinnerungen und Gefühle an Rosen erwecken wird. Er wird über sie nachdenken und sich nun entschließen eine Rose zu kaufen. Von seiner Vorstellung und Absicht bewegt, werden in seinem Gehirn neuronale und biochemische Prozesse aktiviert, die sich mit visuellen, assoziativen und motorischen Eindrücken verbinden werden. Im Limbischen System werden sie mit Gefühlen und Erinnerungen zu Mustern verknüpft und von den Mandelkernen erregt werden. In den präfrontalen Cortex gesandt, werden sie vom ICH erkannt, dem Mann bewusst werden. Freudig und erregt, wird er für seine Freundin eine Rose kaufen.
Wo aber werden sich im Menschen seine Bilder und Gedanken zeigen? Wo werden sie sich spiegeln und aufeinander reagieren? Mit seinem inneren Auge, seinem Bewusstsein und der Aufmerksamkeit wird der Mann die Vorstellung der Rose auf der Leinwand seines Geistes im Seelenlicht wahrnehmen.
Urprinzip: Das Wissen Immer mehr Ahnungen tauchten im Geist unserer Potentiale auf, wo sie uns als mögliches, diffuses Wissen unruhig machten und drängten. Es war ein formloses, intuitives Wissen, wie wir einst in der vorangegangenen Schöpfung waren. Da wir aber noch keine Bilder besaßen, verwandelte es sich in uns, in eine konfuse, undefinierbare, uns drängende Sehnsucht.
 



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