LIEBE

Liebe du in uns Allen bist, unser Wesen erstrahlst, die Farben leuchten lässt. Licht im Klang unserer Stimmen, in den Erfahrungen unserer Herzen und Worte, die wir von dir Liebe, von deinem Licht bewegt, leben. Mit dem Licht der Farben und Düfte du uns glücklich erregst, lebendig machst mit deiner berührenden Schönheit des Lebens. Die Liebe, die  uns allen dient, sich als Leben uns allen hingibt, nichts will und alles gibt. Ihren Geist, ihr Bewusstsein und ihr Licht sie uns gibt, in denen wir uns wahrnehmen und kommunizieren. Sie nährt uns mit ihren Erfahrungen, Qualitäten und Zuständen, weich, sanft fließend, bewegt sie uns. Von ihrer Vielfalt in immer neuen Formen erschaffen, verkörpert sie sich in uns, die uns als Einheit ruhend in sich vereint. In Gedanken- und Gefühlsflüssen, sie verdeckt und unsichtbar als Licht fließt, dem Festen und Harten von innen her seine Ausstrahlung gibt. Verborgen im Licht der Sonne und unseren Seelen, bewegt und nährt sie uns., die Liebe uns in sich vereint, die Stille und Ruhe in jeder Bewegung ist. Sie uns lebt. Von ihr bewegt, erkennen wir die Liebe in einem Lächeln, das unser Herz schneller schlagen lässt. In ihr wir lieben, uns plötzlich im Anderen verliebt erkennen, die uns zusammendrängt. Strahlend in deiner Haut, deinem Duft und Lächeln, sie lebendig wird. Weich deine Lippen mich locken. Nichts ist mehr, wie es vor wenigen Minuten war. Alles pulsiert und strahlt. Im Lebensfluss der Liebe wir fließen, ihr Leuchten in deinen Augen. Leute uns neugierig, lächelnd anblicken. Licht- undLiebesflüsse fließen durch die Gemeinschaften, durch unsere Augen-, Wort-, Gefühlsfelder und unsere Herzen, die uns berühren und sich gemeinsam in uns verschmelzen. So lieben wir schon, bevor wir es merken.
Die Weihnachtstage sind vorüber. Langsam kehren die Menschen zurück. In Berlin ist es matschig, still und gedämpft. Die Ruhe machte mich träge. Vor Weihnachten habe ich meinem Buch „Evolution der Seele“ beendet. Müde schwebe ich etwas und fiel in eine Leere. Meine Erkältung machte diesen Zustand nicht angenehmer. Träumend und knurrig, schleppte ich mich unruhig durch die Feiertage. Doch nun war Ruhe und Frieden eingekehrt, so dachte ich jedenfalls. Doch mein Geist wurde wieder unruhig und bedrängte mich mit Inspirationen. Beim Fernsehen ärgerte ich mich, dass ich sie nicht aufschrieb. Nun sitze ich im Café und beginne die Bilder und Inspirationen zu sammeln, sie aufzuschreiben. Ich hoffe, dass sie sich spiralartig zu einem Sinnhaften verdichten werden, das das Wesen der Liebe fassbar macht. Wie immer weiß ich nicht, wohin mich das Schreiben führen wird. Doch richte ich mich nach der Liebe aus und hoffe auf Führung.


Am Nachbartisch streiten sie mit immer ähnlichen Argumenten heftig über die Politik. Aus irgendeinem Grund lieben wir es, uns aufzublähen, über Politiker, Ordnungskräfte, Parteien und Nachbaren zu schimpfen. Gedrängt vom Unbekannten, fremden Anderen, das uns feindlich erscheint. Kennen wir sie oder sehen wir in ihnen nur unsere Vorstellung, Ängste und Bewertungen, die sich in ihren fremdartigen Kleidern und ihrer Hautfarbe zeigen? Sehen wir uns etwa selbst – unsere Angst vor dem sozialen Abstieg und der Ausgrenzung, wenn wir den irr lachenden Verrückten mit seinem zerzaustem Haar sehen? Vorurteile, die unsere Augen und Gedanken führen, sich in uns bestätigen und sich mit unseren erregten Emotionen nähren. Wir denken, dass wir selbst denken. Doch wer denkt in uns – Gewohnheiten, Vorurteile, die sich unserer Gedanken und Gefühle bedienen? Wieso sind sie wichtiger als wir Menschen? So wichtig, dass wir mit ihnen lästern, uns entwerten und uns bekämpfen. Wir geben ihnen unsere Macht, um uns gegenseitig zu unterdrücken. Hinter den verschlossenen Herzen, vergessen die Liebe. Unser Spannungsgeladenes, Erregtes, das wir mit Kraft verwechseln, verdeckt unser Weiches, seelisch Sanftes und Liebendes.
Deine sanften Finger mir Ruhe geben, meine aufgewühlten Wellen beruhigen. Strahlen deiner Augen in mich hineinfließen, sich in meinen Strudeln drehen, die uns in die Tiefe hinabziehen. Zeitflüsse im Ewigen der Liebe verschmelzen, sich auflösen und unsere Wesen warm erleuchten. Wie Schlangen sich unsere Körper aneinanderschmiegen. Wir in einander drängen, bewegt von uns durchdringenden, umschließenden Wellen. Sehnsüchtig atmen wir schneller. Pochend es uns überspült, mitreißt, uns auflöst. Von der Liebe getrieben, wir fließen. Das was ich war, erschöpft in deine Arme sinkt. Langsam aus den Wellen zu mir, in den Körper zurückkomme. Mich in deine warmen Brüste und Arme kuschle, mit denen du mich weich einhüllst. Ich liebe deinen Duft, dein Herz, wie es sich vom Leben bewegt, langsam beruhigt.

Ein Mann liegt zusammengebrochen im Treppenaufgang der U Bahn. Ist er krank? Ich hoffe, dass er betrunken ist. Der Menschenstrom mich an ihm vorbei durch den Gang zieht. Besoffen schläft er, rede ich mir ein. Ich ärgere mich über ihn und mich selbst. Erschrecke über meine Gleichgültigkeit. Mitgefühl ist von meinem Ärger, Frust und schlechtem Gewissen überdeckt, die mein Handeln lähmen. Ignorant fließe ich mit dem Menschenstrom, knöpfe meine Jacke fester zu. Kalt ist es, eisig die Nacht.......



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